03.05.2017 - Traktorschaden sorgt für Rauchwolke

Ein Eigenleben entwickelte am Pfingstsamstag ein Steyr-Traktor in einem Weingarten gleich hinter dem Mühlweg in Kirchberg. Aufgrund eines technischen Gebrechens im Motorblock begann das Fahrzeug zunächst hochtourig zu drehen und ließ sich nicht mehr abstellen. Bald darauf stieg aus dem Motorraum eine tiefschwarze, stinkende Rauchwolke auf. Dazu sprudelte heißes Öl aus der Maschine.

Während der Winzer um seine Maschine kämpfte wählte ein Anrainer geistesgegenwärtig den Feuerwehrnotruf. Er konnte allerdings nicht angeben woher der beißende Rauch in seinem Garten kam, weswegen zunächst ein "Brandverdacht für die Feuerwehren Kirchberg und Engelmannsbrunn" alarmiert wurde. Bis die insgesamt 27 Kameraden im Weingarten eintrafen konnte der Lenker den Hauptschalter des Traktors ziehen und so dem Spuk so ein Ende bereiten. Für die Feuerwehrleute blieben so keine weiteren Aufgaben zu erledigen. Nichtsdestotrotz hat der Notrufer richtig reagiert: Hätte der Traktor tatsächlich Feuer gefangen, wären die Feuerwehren vermutlich rechtzeitig zur Stelle gewesen um den Entstehungsbrand zu löschen.

 

12.5.2017 - Rauch aus dem Gemeindestadl

Dichte Rauchschwaden wallten am Abend des 12. Mai aus dem Gemeindestadl von Engelmannsbrunn - so dicht, dass vorbeifahrende Passanten anhielten und  Hilfe anfordern wollten. Doch glücklicherweise war das rauchende Inferno gewollt und nur mit einem Nebelgerät erzeugt. Die Freiwillige Feuerwehr bereitete nämlich gerade eine Brandübung vor. "Rauchentwicklung nach Schweißarbeiten" - so lautete das Szenario, das die 14 Kameraden danach zu bewältigen hatten. Besonderes Druckmittel: Ein Kind, das am Zwischenboden des Stadls festsitzt und laut und durchdringend um Hilfe ruft. Um dorthin zu gelangen, mussten sich die Feuerwehrleute aber zunächst mit Atemschutz ausrüsten und die Schubleiter des Kleinlöschfahrzeuges in Stellung bringen. Parallel dazu bereiteten andere Florianis einen Innenangriff auf den "qualmenden" Traktor vor. Dieser wurde von einem zweiten Atemschutztrupp vorgetragen. Auch hier kam es zu gewollten Komplikationen: Neben der Maschine stand, von Rauch verhüllt, nämlich noch das Schweißgerät, mit dem zuvor gearbeitet worden war. Auch eine weitere Übungspuppe musste "gerettet" werden. Die Vielzahl an Herausforderungen mag im Ernstfall so nicht zusammentreffen und brachten den Gruppenkommandanten und die Kameraden an ihre Grenzen. So gelang es allerdings auch offenzulegen wo noch kleinere und größere Mankos in den Abläufen zu bewältigen sind und wo im Ernstfall Prioritäten zu setzen wären. Vor allem zeigte sich aber auch, dass ausreichend Personal der entscheidende Faktor im Einsatz sein kann.

30.4.2017 - Maibaum-Tradition wird gepflegt

Ein kräftiges Lebenszeichen als funktionierendes Weinviertler Dorf haben Engelmannsbrunn und seine Feuerwehr beim traditionellen Maibaum aufstellen gegeben. Die 20 Meter hohe Fichte wurde von 30 Kameraden und vielen "zivilen" Helfern mit Hilfe eines Traktors aufgerichetet und wird das ganze Monat über vor dem Feuerwehrhaus stehen. Neben der Einsatz- und Übungstätigkeit ist die Bewahrung von Traditionen eine der Hauptaufgaben für die Feuerwehr. Beinahe wöchentlich beweist diese in Engelmannsbrunn, dass sie der Schlüssel zum sozialen Leben im Dorf ist. Der Maibaum ist dabei unbestritten einer der absoluten Höhepunkte im Jahreskreis.

 

25.4.2017 - Vorbereitung fürs Maibaum aufstellen

Nach einem Jahr Pause, weil das Fundament des Maibaumes beim großen Unwetter 2015 beschädigt worden war, wird es 2017 in Engelmannsbrunn wieder einen Maibaum geben. Dazu wurde bereits Mitte April begonnen eine neue Grube für das traditionelle Frühjahressymbol vorzubereiten und zu betonieren. 19 Kameraden und Freunde der Feuerwehr begaben sich schließlich nach Eggendorf am Walde, wo die Fichte, die heuer als Maibaum dienen soll, abgeholt wurde.

28.03.2017: Hochstand brennt lichterloh

Ein höchst ungewöhnliches Brandobjekt hatten die Feuerwehren aus Engelmannsbrunn und Kirchberg am Wagram am 28. März um 9.30 Uhr zu löschen: Ein Hochstand an einer Geländekante einige hundert Meter vom Dorf entfernt war in Brand geraten und stand – wohl aufgrund seiner Imprägnierung – lichterloh in Flammer. Zuvor hatte offenbar die darunterliegende Böschung gebrannt. Von dieser scheint das Feuer auf den Jagdsitz übergegriffen zu haben. Die Erstphase des Einsatzes lief vorbildhaft ab: Kameraden, die ganz in der Nähe mit landwirtschaftlichen Arbeiten in ihren Weingärten beschäftigt waren, begannen mit Spaten und Erde die Ausbreitung des Flurbrandes einzudämmen. Im Dorf machte sich einstweilen die Bestatzung des Kleinlöschfahrzeuges Engelmannsbrunn einsatzbereit. Da davon ausgegangen werden musste, dass die Kirchberger Florianis die etwas versteckte Zufahrt nicht finden würden, wurde ein Lotse am Weg zurückgelassen. Bis das Rüstlöschfahrzeug am Brandort eintraf, wurden zur Sicherheit Feuerlöscher und Feuerpatschen vorbereitet. Trotz des Einsatzes von Löschwasser erwies sich der Brand der Kabine in einigen Metern Höhe dann als hartnäckig. Eternitplatten zerbarsten mit lautem Knall, größere Holzteile zündeten immer wieder. Daher entschied die Einsatzleitung die massiven Steher des Hochstandes mit einem Traktor umzulegen um die Glut effizienter ablöschen zu können. Die Reste des Gebäudes wurden daraufhin noch mit Erde abgedeckt um einer neuerlichen Entzündung vorzubeugen. Die insgesamt 16 Kameraden waren mehr als eine Stunde mit dem etwas außergewöhnlichen Brandeinsatz beschäftigt. 

 

27.03.2017: Christophorus 2 - Hilfe in der Nacht

Etwas in den Frühling ist die heurige Winterschulung der Feuerwehren der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram gerutscht. Dafür war sie umso besser besucht: 75 Kameraden der Feuerwehr und des Roten Kreuzes lauschten am 27. März den Ausführungen des ÖAMTC-Flugretters Dietmar Wurzer, der die Arbeit der Besatzung des Rettungshubschraubers Christophorus 2 in Krems-Gneixendorf vorstellte. Seit Jahreswechsel gibt es dort ein besonderes Spezifikum: Der Hubschrauber deckt auch in der Nacht Notfälle in ganz Niederösterreich ab. Dazu wird mit hochmodernen Nachtsichtgeräten geflogen. Indirekt ist auch die Feuerwehr davon betroffen, da man vor allem bei Unfällen des Öfteren gemeinsam zum Einsatz kommt. Dann gilt es gewisse Sicherheitsbestimmungen einzuhalten und die Arbeit der Landung durch die Beleuchtung nicht zu behindern. Dietmar Wurzer stellte das System in seinem einstündigen Vortrag sehr kurzweilig und spannend vor und erlaubte damit einen Blick über die Schulter einer anderen Einsatzorganisation. Letztlich sollte dadurch die Zusammenarbeit weiter verbessert und das gegenseitige Verständnis geschärft werden.

 

11.03.2017: Einsatzübung in Tulln

Wahrhaft traumhafte Bedingungen für alle möglichen Arten an Übungen bietet das Gelände der Landesfeuerwehrschule in Tulln. Dort werden unzählige Kurse zur Ausbildung der Feuerwehrleute Niederösterreichs abgehalten. Quasi vor der Haustüre können aber auch die Kameraden aus der unmittelbaren Umgebung von Zeit zu Zeit ihr Wissen rund um Einsatztaktik und Abläufe vertiefen. Das Abschnittsfeuerwehrkommando Kirchberg nutze einen solchen Übungstag um seine Feuerwehren nach Tulln einzuladen. Diese mussten – nach Unterabschnitten eingeteilt – dort einen fiktiven Brandeinsatz mit Überraschungseffekt abarbeiten. Ausbildner Christian Dreschkai – ein Mitglied der Feuerwehr Kirchberg – hatte einen Geschäftsbrand inszeniert, bei dem zunächst unter Atemschutz vorgegangen werden musste. Dann der Schreck: Der Vorraum des Übungsobjektes stürzte ein, die Atemschutzträger waren im Inneren des Gebäudes eingeschlossen. Ein Atemschutzträger wurde als verletzt gemeldet. Für die Übungsteilnehmer hieß es nun schnell schalten, einen Rettungstrupp entsenden und nach den vermissten Kameraden suchen. Diese konnten schließlich über das Dachgeschoss herausgeführt werden. Quasi nebenbei wiederholten die Atemschutzgeräteträger die wichtigsten Grundregeln ihres Handwerkes. Von den Feuerwehren Kirchberg, Oberstockstall, Engelmannsbrunn und der Feuerwache Mallon nahmen 27 Kameraden an der gleichermaßen spannenden wie fordernden Übung teil.

 

05.01.2017: Auf in ein neues Jahr

Auf ein relativ ruhiges Jahr 2016 blickten 24 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Engelmannsbrunn bei der Mitgliederversammlung im Kellerstüberl des Weinguts Waltner zurück. 21 Mal mussten die Florianijünger im abgelaufenen Jahr ausrücken, wobei der Chemieeinsatz im Gemeindesammelzentrum und ein Brand-Fehlalarm in Engelmannsbrunn die einsatztechnischen Höhepunkte darstellten. Damit bleibt die Statistik etwas hinter dem Unwetter-Jahr 2015 zurück. Dafür übten die Kameraden etwas mehr als im Jahr zuvor. Finanziell schlug sich vor allem die Investition in zeitgemäße Uniformen höher als gewohnt zu Buche. Kommandant Hans Mantler dankte für die Unterstützung und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Kameraden auch 2017 wieder mit derart großer Motivation am Feuerwehrwesen teilhaben werden.