28.03.2017: Hochstand brennt lichterloh

Ein höchst ungewöhnliches Brandobjekt hatten die Feuerwehren aus Engelmannsbrunn und Kirchberg am Wagram am 28. März um 9.30 Uhr zu löschen: Ein Hochstand an einer Geländekante einige hundert Meter vom Dorf entfernt war in Brand geraten und stand – wohl aufgrund seiner Imprägnierung – lichterloh in Flammer. Zuvor hatte offenbar die darunterliegende Böschung gebrannt. Von dieser scheint das Feuer auf den Jagdsitz übergegriffen zu haben. Die Erstphase des Einsatzes lief vorbildhaft ab: Kameraden, die ganz in der Nähe mit landwirtschaftlichen Arbeiten in ihren Weingärten beschäftigt waren, begannen mit Spaten und Erde die Ausbreitung des Flurbrandes einzudämmen. Im Dorf machte sich einstweilen die Bestatzung des Kleinlöschfahrzeuges Engelmannsbrunn einsatzbereit. Da davon ausgegangen werden musste, dass die Kirchberger Florianis die etwas versteckte Zufahrt nicht finden würden, wurde ein Lotse am Weg zurückgelassen. Bis das Rüstlöschfahrzeug am Brandort eintraf, wurden zur Sicherheit Feuerlöscher und Feuerpatschen vorbereitet. Trotz des Einsatzes von Löschwasser erwies sich der Brand der Kabine in einigen Metern Höhe dann als hartnäckig. Eternitplatten zerbarsten mit lautem Knall, größere Holzteile zündeten immer wieder. Daher entschied die Einsatzleitung die massiven Steher des Hochstandes mit einem Traktor umzulegen um die Glut effizienter ablöschen zu können. Die Reste des Gebäudes wurden daraufhin noch mit Erde abgedeckt um einer neuerlichen Entzündung vorzubeugen. Die insgesamt 16 Kameraden waren mehr als eine Stunde mit dem etwas außergewöhnlichen Brandeinsatz beschäftigt. 

 

27.03.2017: Christophorus 2 - Hilfe in der Nacht

Etwas in den Frühling ist die heurige Winterschulung der Feuerwehren der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram gerutscht. Dafür war sie umso besser besucht: 75 Kameraden der Feuerwehr und des Roten Kreuzes lauschten am 27. März den Ausführungen des ÖAMTC-Flugretters Dietmar Wurzer, der die Arbeit der Besatzung des Rettungshubschraubers Christophorus 2 in Krems-Gneixendorf vorstellte. Seit Jahreswechsel gibt es dort ein besonderes Spezifikum: Der Hubschrauber deckt auch in der Nacht Notfälle in ganz Niederösterreich ab. Dazu wird mit hochmodernen Nachtsichtgeräten geflogen. Indirekt ist auch die Feuerwehr davon betroffen, da man vor allem bei Unfällen des Öfteren gemeinsam zum Einsatz kommt. Dann gilt es gewisse Sicherheitsbestimmungen einzuhalten und die Arbeit der Landung durch die Beleuchtung nicht zu behindern. Dietmar Wurzer stellte das System in seinem einstündigen Vortrag sehr kurzweilig und spannend vor und erlaubte damit einen Blick über die Schulter einer anderen Einsatzorganisation. Letztlich sollte dadurch die Zusammenarbeit weiter verbessert und das gegenseitige Verständnis geschärft werden.

 

11.03.2017: Einsatzübung in Tulln

Wahrhaft traumhafte Bedingungen für alle möglichen Arten an Übungen bietet das Gelände der Landesfeuerwehrschule in Tulln. Dort werden unzählige Kurse zur Ausbildung der Feuerwehrleute Niederösterreichs abgehalten. Quasi vor der Haustüre können aber auch die Kameraden aus der unmittelbaren Umgebung von Zeit zu Zeit ihr Wissen rund um Einsatztaktik und Abläufe vertiefen. Das Abschnittsfeuerwehrkommando Kirchberg nutze einen solchen Übungstag um seine Feuerwehren nach Tulln einzuladen. Diese mussten – nach Unterabschnitten eingeteilt – dort einen fiktiven Brandeinsatz mit Überraschungseffekt abarbeiten. Ausbildner Christian Dreschkai – ein Mitglied der Feuerwehr Kirchberg – hatte einen Geschäftsbrand inszeniert, bei dem zunächst unter Atemschutz vorgegangen werden musste. Dann der Schreck: Der Vorraum des Übungsobjektes stürzte ein, die Atemschutzträger waren im Inneren des Gebäudes eingeschlossen. Ein Atemschutzträger wurde als verletzt gemeldet. Für die Übungsteilnehmer hieß es nun schnell schalten, einen Rettungstrupp entsenden und nach den vermissten Kameraden suchen. Diese konnten schließlich über das Dachgeschoss herausgeführt werden. Quasi nebenbei wiederholten die Atemschutzgeräteträger die wichtigsten Grundregeln ihres Handwerkes. Von den Feuerwehren Kirchberg, Oberstockstall, Engelmannsbrunn und der Feuerwache Mallon nahmen 27 Kameraden an der gleichermaßen spannenden wie fordernden Übung teil.

 

05.01.2017: Auf in ein neues Jahr

Auf ein relativ ruhiges Jahr 2016 blickten 24 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Engelmannsbrunn bei der Mitgliederversammlung im Kellerstüberl des Weinguts Waltner zurück. 21 Mal mussten die Florianijünger im abgelaufenen Jahr ausrücken, wobei der Chemieeinsatz im Gemeindesammelzentrum und ein Brand-Fehlalarm in Engelmannsbrunn die einsatztechnischen Höhepunkte darstellten. Damit bleibt die Statistik etwas hinter dem Unwetter-Jahr 2015 zurück. Dafür übten die Kameraden etwas mehr als im Jahr zuvor. Finanziell schlug sich vor allem die Investition in zeitgemäße Uniformen höher als gewohnt zu Buche. Kommandant Hans Mantler dankte für die Unterstützung und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Kameraden auch 2017 wieder mit derart großer Motivation am Feuerwehrwesen teilhaben werden.