19.12.2016: Weihnachtsübung mit Christbaumbrand

Schnell kann es passieren: Christbaumbrände gehören in der Weihnachtszeit zu den häufigsten Ursachen für Feuerwehreinsätze. Dabei ließen sich viele ausgebrannte Wohnzimmer relativ leicht verhindern, wenn einige Grundregeln beherzigt würden. Zum Beispiel sollten Kerzen nicht unbeobachtet brennen. Bei bereits dürren Bäumen sollten diese überhaupt nicht mehr angezündet werden. Kommt es doch zu einem Brand, sollte ein Feuerlöscher oder ein Kübel Wasser zur Hand sein. Wichtig ist es auch unverzüglich über den Notruf 122 die Feuerwehr zu verständigen. Wichtig ist auch eine möglichst rasche Reaktion, da sich Brände in geschlossenen Räumen sehr rasch ausbreiten. Um im Umgang mit Feuerlöschern zusätzliche Erfahrung zu sammeln, übten 12 Mann der Feuerwehr Engelmannsbrunn am Waschplatz daher wie sich ein brennender Christbaum mit einem Feuerlöscher ablöschen lässt. Als Draufgabe wurde noch Benzin in einer Brandtasse entzunden, um die Hitzeentwicklung eines Brandes darzustellen.

 

13.12.2016: Storno bei Alarm zu Türöffnung

Äußerst kurz fiel das Ausrücken zu einer Türöffnung am Marktplatz in Kirchberg am Wagram für die Feuerwehren Kirchberg und Engelmannsbrunn aus: Um 09:07 Uhr heulte in Engelmannsbrunn die Sirene, weil der Rettungsdienst nicht zu einer verunfallten Dame in einer Wohnung vordringen konnte. Als die vier ersten Kameraden im Feuerwehrhaus Engelmannsbrunn gerade die Ausrückmeldung absetzen wollten, wurde der Einsatz von der Landeswarnzentrale allerdings bereits wieder storniert: Am Einsatzort war es der Polizei gelungen die Tür ohne Hilfe der Feuerwehr aufzubrechen. Weitere Tätigkeiten waren daher nicht mehr nötig.

 

09.11.2016: "Speed-Dating" zum Löscheinsatz

Auf der Suche nach neuen Ausbildungsmöglichkeiten testete der Unterabschnitt Kirchberg am Wagram am 9. November eine Kurzwiederholung der wichtigsten Basisinformationen zum Löscheinsatz aus. Bei drei Stationen wiederholten die Kameraden in Unterstockstall je eine halbe Stunde lang das Ansaugen an einem offenen Gewässer, einen Schaumangriff und die richtige Verwendung eines Feuerlöschers. Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt nahmen 37 Kameraden an der Kurzschulung teil. Die erarbeiteten Inhalte sollen dann bei den einzelnen Feuerwehren bei eigenen Übungen multipliziert werden.

16.10.2016: Ältester Feuerwehrkamerad verstorben

Im stolzen Alter von 94 Jahren ist Franz Stadler, der älteste Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Engelmannsbrunn, verstorben. Stadler trat der Feuerwehr 1947 bei und bekam die Standesbuchnummer 4 zugewiesen. In seiner langen Laufbahn war er auch als "Zahlmeister" tätig, weswegen er die Dienstgrad "Ehrenlöschmeister" verliehen bekam. Zum Begräbnis gaben 17 Feuerwehrleute aus dem Dorf ihrem längstdienenden Kameraden die letzte Ehre.

01.09.2016: Belastungstest für Malloner Löschbrunnen

Woher Wasser nehmen wenn es brennt? Diese Frage beschäftigt die Freiwilligen Feuerwehren in ganz Niederösterreich. In der Gemeinde Kirchberg am Wagram ist die Antwort einfacher als etwa im Alpenvorland oder im Waldviertel: Hier gibt es kaum Objekte außerhalb des Ortsverbundes und alle Dörfer sind mit Hydrantennetzen erschlossen. Dennoch ist es kein Fehler bei großer Brandlast auf alternative Quellen zurückgreifen zu können. In Mallon gibt es dafür beispielsweise einige Löschbrunnen. Um deren reibungslose Funktion zu garantieren, lud Wachekommandant Günther Brunhofer die Feuerwehren aus Kirchberg und Engelmannsbrunn zu einer „Belastungsprobe“. Mit allen verfügbaren Pumpen wurde dabei aus zwei Saugstellen auf voller Leistung Wasser entnommen und beobachtet wie lange es dauert, bis der Pegel fällt. Das Resultat: Beide Brunnen haben einen guten Zulauf und können im Einsatzfall zusätzlich zum Hydrantennetz zur Speisung verwendet werden. Neben dieser Erkenntnis bot der Test auch die Möglichkeit wieder einmal Wasser mit Tragkraftspritzen und Tauchpumpen zu transportieren. Auch wenn dies in der Theorie eine relativ einfache Aufgabe ist, stellt sich immer wieder heraus, dass Kleinigkeiten einen Erfolg verhindern können. Daher ist es mehr als sinnvoll auch solche „Basisaufgaben“ immer wieder zu wiederholen.

05.08.2016: Regen schwemmt Kindersommer weg

Seit etlichen Jahren richten die beiden Feuerwehren aus Engelmannsbrunn und Kirchberg im Hochsommer im Rahmen des Wagramer Kindersommers einen Nachmittag unter dem Motto „Faszination Feuerwehr“ aus. Bisher war das Wetter dabei immer herrlich. Heuer riss diese Glücksserie ab. Bereits vor Beginn der Veranstaltung sorgten Regenschauer für Unsicherheit. Dennoch begannen die Kameraden die Stationen für die Verwegenen, die gekommen waren, aufzubauen. Nach einer halben Stunde setzte aber ein anhaltender Landregen ein. Als Alternative konnte den Kindern noch eine ausgiebige Rundfahrt mit den Feuerwehrautos angeboten werden, ehe der Nachmittag vorzeitig abgebrochen werden musste.

 

24.07.2016: Unwetternacht über Kirchberg

Ein mehr als kräftiger Regenguss in der Nacht von Samstag, dem 23. Auf Sonntag, den 24. Juli 2016 sorgte für eine kurze Nacht für die Kameraden der Feuerwehren der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram. Nachdem Blitz und Donner bereits eine Zeitlang gewütet hatten, ging die erste Alarmierung für die Feuerwehren Kirchberg und Engelmannsbrunn um 1:52 Uhr ein. Dass diese auf eine „Fahrzeugbergung“ lautet, mag für ein Unwetter zwar ungewöhnlich sein, hatte aber doch mit dem starken Regen zu tun: Die Pumpen in der Eisenbahnunterführung in der Neustifterstraße hatten den plötzlichen Wasserschwall nicht mehr abtransportieren können, weswegen ein See entstanden war. Dieser wurde einem Autofahrer zum Verhängnis. Er konnte das Wasser zwar durchqueren, dann streikte das Fahrzeug aber. Im strömenden Regen schleppten die Kameraden das defekte Kfz einmal um die Ecke in ein nahegelegenes Autohaus. Per Funk kamen dann bereits die nächsten Einsatzadressen herein. Die Feuerwehr Kirchberg musste zwei Keller in der Nähe des Sportplatzes auspumpen, die Feuerwehr Engelmannsbrunn wurde zu einem Sturmschaden und zu einem Wassereintritt in einen Keller beordert. Für die Engelmannsbrunner Kameraden war die Nachtschicht damit beendet.

 

 

Am anderen Ende des Einsatzgebietes ging es aber erst richtig los. In Oberstockstall trat, wie vor einem Jahr, der Krampugraben aus seinem Bett. Diesmal blieb die Überflutung aber kleinräumiger und hinterließ weit nicht so viel Schlamm. In einem Wohnhaus in der Nussallee wurde dafür der Keller eines Hauses völlig geflutet. Selbst mit drei Pumpen (Oberstockstall, Mitterstockstall, Kirchberg) dauerte es bis ins Morgengrauen bis die Wassermassen aus dem geräumigen Objekt abgepumpt waren. Die Feuerwehr Mitterstockstall musste schließlich ins eigene Dorf abrücken, weil auch dort der Bach über die Ufer trat. Kurz nach 4 Uhr wurde schließlich auch die Feuerwehr Unterstockstall mit dem Alarmstichwort „Hochwasser“ alarmiert. In beiden Orten wurden allerdings nur Straßen überschwemmt und keine Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch dauerten die Aufräumarbeiten auch dort bis in die Morgenstunden. Insgesamt standen rund 50 Kameraden von 5 Feuerwehren im Einsatz.

 

23.07.2016: Motorrad gegen Auto beim Penny-Markt

Augenscheinlich Glück im Unglück hatte ein Motorradlenker auf der L46 auf Höhe Penny: Er konnte eine direkte Kollision mit einem PKW, der von Richtung Lagerhaus kam, verhindern und sein Fahrzeug bewusst umlegen und wegschlittern lassen. Dieses traf das Auto und wurde dabei beschädigt. Außerdem traten Flüssigkeiten aus. Um 13:23 Uhr wurden daher die Feuerwehren aus Kirchberg und Engelmannsbrunn alarmiert. Diese banden die Betriebsmittel und stellten die Maschine gesichert ab. Bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde war der Einsatz abgearbeitet. Kaum zurückgekommen wurde die Feuerwehr Kirchberg (gemeinsam mit der FF Oberstockstall) nochmals zu einem Verkehrsunfall gerufen. Dies stellte sich als Fehler heraus: Der Unfall war in Oberthern und nicht in Oberstockstall passiert.

 

11.07.2016: „Unklare Lage“ sorgt für Sirenenalarm

Ein paar angespannte Minuten durchlebten die Feuerwehrkameraden aus Engelmannsbrunn und Kirchberg am Wagram bei einem Täuschungsalarm in einem Wohnhaus in Engelmannsbrunn am 11. Juli. Eine Dame hatte einen Brand in ihrem Wohnbereich vermutet und den Notruf gewählt. Dies stellte sich gleich nach Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeuges glücklicherweise als falsch heraus. Der positive Aspekt der „scharfen Bewegungsübung“ war jedoch, dass die Schlagkraft der Feuerwehren einmal mehr unter Beweis gestellt wurde. Binnen kürzester Zeit waren etwa in Engelmannsbrunn 18 Kameraden im Einsatz (fast die Hälfte des Aktivstandes), obwohl viele Mitglieder an einem Wochentag um 17 Uhr noch nicht von der Arbeit zu Hause sind. Auch in Kirchberg waren trotz Urlaubszeit und Mähdruschwetter sofort 11 Mann im Feuerwehrhaus.

 

27.06.2016: Kameraden unterstützen Rotes Kreuz

Am Marktplatz, nur wenige Schritte vom Feuerwehrhaus Kirchberg entfernt, mussten die Feuerwehren Kirchberg und Engelmannsbrunn in der Nacht vom 24. auf den 25. Juni 2016 um 01:41 Uhr intervenieren: Eine ältere Dame war in ihrer Wohnung gestürzt. Ihr Nachbar rief die Rettung zu Hilfe, hatte aber keinen Schlüssel, weswegen die Feuerwehr mit alarmiert wurde. Bereits während der (kurzen) Anfahrtszeit konnte die Tür aber aufgesperrt werden. Die Kameraden halfen dafür den Sanitätern des Roten Kreuzes bei der Erstversorgung der Patientin und beim Heruntertragen über das Stiegenhaus. Nach einer Dreiviertelstunde waren alle Kameraden wieder zu Hause.

 

09.06.2016: Feuerwehrleute als „Schaulustige“ bei Kanalgebrechen

Große Ursache, kleine Auswirkung und doch ein Sirenenalarm. So könnte man die Situation bei  „Kanalgebrechen im Kreisverkehr“ in Engelmannsbrunn am 9. Juni um 16:20 beschreiben. Die Ausgangslage: Schon seit geraumer Zeit hatten die Zuständigen der Gemeinde einen Druckverlust im Wassernetz festgestellt und befanden sich auf der Suche nach dem Leck, das allerdings noch nicht detektiert worden war. Schließlich trat aus einem Schieber beim Kreisverkehr ein Rinnsal aus, der einen vorbeifahrenden Autolenker dazu veranlasste den Notruf zu wählen. Als die schlussendlich insgesamt 16 Kameraden der Feuerwehr am Kreisverkehr eintrafen, wurden sie dort bereits von den Gemeindearbeitern „ausgebremst“. Diese waren schon dabei den betroffenen Teil des Wassernetzes trockenzulegen. Für die Kameraden blieben keine weiteren Tätigkeiten zu erledigen.

 

15.05.2016: Pfingsten: Vier Einsätze binnen drei Tagen

Eine logische Erklärung dafür gibt es nicht, aber dennoch ist es immer wieder so zu beobachten: Monatelang zeigt sich die Einsatzlage bei der Freiwilligen Feuerwehr ruhig und die Hilfe der Kameraden wird kaum gebraucht. Doch dann häufen sich die Alarmierungen plötzlich binnen weniger Tage. So war es auch für die Kameraden aus Engelmannsbrunn während der Pfingstfeiertage 2016. Diese begannen schon am Freitag mit einer kleinen technischen Herausforderung, als ein Stadl abgestützt werden musste. Für eine erhöhten Puls bei den Kameraden sorgte die Alarmierung zum Chemieunfall in Kirchberg. Der Tag war dann für die Feuerwehrmitglieder aber längst noch nicht vorbei: Der intensive Regen hatte auch am "Brunnberg", dem Hohlweg neben dem Feuerwehrhaus für Erdbewegungen gesorgt. Große Brocken brachen am Nachmittag aus der Lösswand heraus und fielen auf die Fahrbahn. Nach einer internen Alarmierung machten sich einige Kameraden daran die Hindernisse zu zerschlagen und wegzuräumen. Am Pfingstsonntag wurde die Feuerwehr dann noch telefonisch zu einer kleinen Extraaufgabe gerufen: Ein Fahrzeuglenker hatte die Leistungsfähigkeit seines Range Rovers testen wollen und hatte diese überschätzt. Das Fahrzeug blieb mitten in einem gatschigen Auffangbecken stecken und ließ sich weder vor noch zurück bewegen. Nur mit einem Traktor war es möglich zu dem Gefährt vorzudringen um dieses zentimetermeterweise aus dem Sumpf zu ziehen. Für den Mai dürfte zumindest das Soll an Einsätzen für die Feuerwehr Engelmannsbrunn damit übererfüllt sein.

14.05.2016: Chemieunfall im Gemeindesammelzentrum

Zwei Reinigungsmittel (Natriumhydroxyd und Wasserstoffperoxid ), die so augenscheinlich nicht miteinander in Kontakt kommen sollten, wurden am Samstag, dem 14. Mai während der Öffnungszeiten des Gemeindesammelzentrums Kirchberg irrtümlich vermischt. In Folge lief eine heftige chemische Reaktion ab, bei der der Sammelbehälter überquoll und zu dampfen begann. Geistesgegenwärtig räumten die anwesenden Gemeindearbeiter das Gelände und riefen die Feuerwehr. Die Landesalarmzentrale alarmierte laut Alarmplan die Feuerwehren Kirchberg am Wagram und Engelmannsbrunn, sowie für Schadstoffeinsätze zuständige Feuerwehr Feuersbrunn und den Schadstoffzug des Abschnittes Kirchberg. Aufgrund des unpräzisen Alarmbildes legten die Kameraden der FF Kirchberg bei der Anfahrt sicherheitshalber ihre Atemschutzgeräte an. Bereits kurz nach der Anforderung um 9:45 Uhr konnten die ersten Kräfte weitere Absperrmaßnahmen in die Wege leiten. Kirchbergs Kommandant Martin Freiberger, selbst Chemiker, stellte bei seiner Erkundung aber fest, dass die Reaktion bereits im Abflauen war. Dennoch wurde mit einem Schaum- und einem Pulverlöscher ein Brandschutz aufgebaut um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Wegen des günstigen Personalstandes am Samstagvormittag konnte sich die FF Engelmannsbrunn bald wieder einsatzbereit melden. Zur Sicherheit rückte auch ein Fahrzeug des Roten Kreuzes an. Nach Eintreffen des Schadstoffzuges wurde ein Spezialwagen der Firma Saubermacher angefordert. Mit diesem gelang es schließlich den Behälter abzusaugen. Dieser war glücklicherweise beim Befüllen nicht ganz leer, weil die Chemikalien dann noch heftiger miteinander reagiert hätten. Abschließend wurde die Flüssigkeitsreste am Boden der Halle noch mit Bindemittel unschädlich gemacht.
Insgesamt waren von allen Feuerwehren 38 Mann im Einsatz. Das zum Glück letztlich glimpflich ausgegangene Szenario zeigt, dass die Gefahr chemischer Unfälle auch außerhalb von Industriebetrieben nicht zu unterschätzen ist.

13.05.2016: Kellereinsturz "Am Berg" droht Stadel mitzureißen

Genau an der Grenze zwischen gewölbtem und ungewölbtem Teil stürzte ein alter Erdkeller nach ausgiebigen Regenfällen in der Nacht zum Freitag, dem 13. Mai 2016 ein. Als die Besitzerin den Schaden am nächsten Morgen entdeckte, stellte sie fest, dass das Fundament des darüber errichteten Stadels in der Luft hing. Der hinzugezogene Statiker empfahl des Bauwerks bis zur Hinterfüllung des Hohlraumes zu pölzen. Aus diesem Grund wurde die Feuerwehr Engelmannsbrunn um 10:30 Uhr zur „Technischen Hilfeleistung“ alarmiert. Als Stützmaterial konnte diese auf erst jüngst außer Betrieb gestellte Strommasten zurückgreifen, die auf die passende Länge zurechtgeschnitten und unter Anleitung des Statikers unter das Gebälk des Stadels gepasst wurden. Nach rund 2 Stunden waren die notdürftigsten Sicherungsarbeiten erledigt, sodass über die Pfingstfeiertage nichts passieren sollte.

 

02.05.2016: Heuer Maitafeln statt Maibaum

Ausnahmsweise keinen Maibaum gibt es heuer in Engelmannsbrunn, nachdem dieser im Vorjahr beim großen Unwetter umgedrückt und das Fundament beim Feuerwehrhaus dabei beschädigt wurde. Auch die Wasserzuleitung des Brunnens wurde dabei beschägt. Daher legt die Feuerwehr heuer eine kleine Schaffenspause ein. Aufgestellt wurden allerdings die Maitafeln für das Kommando und den Ortsvorsteher. Im nächsten Jahr soll dann wieder ein richtiger Maibaum kommen.

22.04.2016: Relaisleitung und Verkehrsunfall als Übungsthema

Eine nicht gänzlich unrealistische Entwicklung eines Einsatzszenarios beübten die Feuerwehren des Unterabschnittes Kirchberg am Wagram in Oberstockstall am 22. April. Ausgehend von einem „kleinen“ Flurbrand (mit Echtfeuer) bauten sich die Herausforderungen dabei schrittweise aus. Zunächst wurde von der Übungsleitung ein Holzhaufen in Brand gesetzt, der stellvertretend für einen größeren Flurbrand stehen sollte. Wie im Realfall löste die Landeswarnzentrale daraufhin das Alarmbild „B1“ für die Feuerwehren Ober- und Mitterstockstall aus. Bei seiner Erkundung stellte Übungsleiter Wolfgang Krammer dann fest, dass der Brandort außerhalb der Ortschaft rund 800 Meter von der nächsten Wasserentnahmestelle liegt und ließ daher sofort die restlichen Feuerwehren des Unterabschnittes nachalarmieren. Deren Aufgabe bestand darin eine Relaisleitung vom Hydranten zum Brandort zu legen. Dabei galt es die einzelnen Tragkraftspritzen so miteinander zu koordinieren, dass das Löschwasser mit ausreichend Druck am Brandort ankommt. Diese Herausforderung meisterten die Feuerwehren hervorragend. Als Draufgabe hatte sich die Feuerwehr Oberstockstall noch eine besondere Übungseinlage für das Rüstlöschfahrzeug Kirchberg überlegt: Es wurde angenommen, dass ein Kamerad bei der allzu ungestümen Anfahrt ins Feuerwehrhaus nach der ersten Alarmierung mit dem Brückengeländer kollidiert ist und sein Fahrzeug seitlich zum Liegen gekommen ist. Die Aufgabe für die junge Kirchberger Truppe war es also das Auto mit Steckleitern und Seilen gegen ein Umkippen zu sichern und die Übungspuppe aus dem Wrack zu „retten“. Dazu wurde das Dach des Wagens aufgeschnitten um einen Zugang zum Eingeklemmten zu schaffen. Abschnittskommandant Christian Burkhart lobte die, bis auf Kleinigkeiten, gelungen Umsetzung der Herausforderung durch die 48 Feuerwehrkameraden.

 

09.04.2016: Alles schon da gewesen: Ölspur in Kirchberg

Dasselbe Einsatzszenario zwei Mal hintereinander binnen kurzer Zeit. Das erlebten die Feuerwehren aus Engelmannsbrunn und Kirchberg nicht nur bei den Traktorbergungen vorigen Sommer. Auch die massive Ölsppur fand eine Wiederholung: Hatte ein Landwirt im November Hydrauliköl in der Dorfstraße in Engelmannsbrunn, trat diesmal im Mühlweg in Kirchberg eine große Menge an Diesel aus, weil sich die Leitung gelöst hatte. Bis der Tank leer war wurde die Fahrbahn von Mitterstockstall über Kirchberg bis zur Grenze nach Unterstockstall großflächig verschmutzt. Die Polizei ließ laut Alarmplan die Feuerwehren Kirchberg und Engelmannsbrunn alarmieren, während die Feuerwehr Unterstockstall selbstständig ausrückte und den in ihrem Kastastralgebiet befindlichen Schaden bearbeitete. Die Kameraden brachten zunächst beinahe 100 Säcke an Trockenbindemittel aus um die Flüssigkeit aufzusaugen. Dieses wurde anschließend zusammengekehrt und gleich ins Gemeindesammelzentrum verbracht. Um den Ölfilm zu bekämpfen wurde anschließend in der Weingartenspritze eines Kameraden Bioversal angerührt, das so großflächig ausgebracht werden konnte. An einen Einsatz von Löschern wäre bei dem Ausmaß der Verunreinigung nicht zu denken gewesen. Zumindest die Endreinigung der Fahrbahn ersparte sich die Feuerwehr dieses Mal: Von Seiten der Gemeinde wurde eine Kehrmaschine angefordert, die innerhalb relativ kurzer Zeit die Arbeit erledigte, mit der die Kameraden noch viele Stunden beschäftigt gewesen wären. Dennoch zog sich der Einsatz von 10:30 Uhr bis 14:30 Uhr hin.

 

04.04.2016: Atemschutzübung im Eckart-Keller

Ein verrauchter Keller, eine zusammengebrochene Person und vier Atemschutztrupps. Aus diesen Ingredienzien bestand die Atemschutzübung, an der 15 Kameraden der Feuerwehr Engelmannsbrunn teilnahmen. Ort des Geschehens war der alte Weinkeller der Familie Eckart, in dem die Dreier-Trupps eine Übungspuppe finden und aus der Kellerröhre „retten“ mussten. Der Schwerpunkt der Übung lag dabei auf der richtigen Vorbereitung für den Atemschutzeinsatz – vom Ankommen am Einsatzort bis zur Adjustierung, dem Atemschutzsammelplatz und dem Verhalten des Ablaufpostens und der Verwendung des Atemschutzfunks. Die Kameraden konnten dabei wichtige Erfahrungen für den Ernstfall sammeln.

 

22.02.2016: Grundlagen des Funks & Hydrantensuche

 

 

„Wiederholung der Grundlagen des Funkes“ hieß es in der ersten Übung des heurigen Jahres für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Engelmannsbrunn. Der Leiter des Verwaltungsdienstes Christian Mantler fasste die wichtigsten Handgriffe des Funkverkehrs, die die Basis der Kommunikation im Einsatz bilden, zusammen. Die praktische Umsetzung sorgte gleich für eine Wiederholung der Ortskenntnisse im Dorf. Die 15 Kameraden wurden auf zwei Gruppen aufgeteilt, wobei eine mit dem Kleinlöschfahrzeug die Standorte der Hydranten anfuhr und diese der anderen im Feuerwehrhaus durchgab. So konnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.

 

20.02.2016: Wahlen auf Bezirks- und Abschnittsebene

Der Reigen der Wahlen in den Feuerwehren in Niederösterreich setzt sich fort: Nachdem im Jänner in den Feuerwehren gewählt worden war, kamen die Kommandanten in der Feuerwehrschule in Tulln in einem weiteren Schritt zur Wahl der Bezirks-, Abschnitts-, und Unterabschnittskommandanten zusammen. Statutengemäß wurde dabei „von oben nach unten“ gewählt. Alle vorgeschlagenen Funktionäre wurden dabei von der Wahlversammlung bestätigt. Herbert Obermaisser von der Feuerwehr Ollern bleibt Bezirkskommandant, Stellvertreter wird Karl Sulzer von der Feuerwehr Dietersdorf. Die Kameraden des Abschnittes Kirchberg wählten Christian Burkhart aus Neudegg mit überwältigender Mehrheit erneut zum Abschnittskommandanten und Ernst Mantler aus Bierbaum zu dessen Stellvertreter. Im Unterabschnitt Kirchberg I wurde Stefan Nimmervoll für eine weitere Periode bestellt.

 

Im Bild die Kommandanten des Unterabschnittes:

vorne: Rene Schneider, Johann Winter, Martin Freiberger-Scharl, Stefan Nimmervoll, Hans Mantler

hinten: Markus Wallerer, Herbert Würz, Gerhard Halmer, Franz Preisinger, Martin Kainz

 

05.01.2016: Wiederwahl des bewährten Kommandos

Bereits am 5. Jänner brachten die Kameraden aus Engelmannsbrunn als erste Feuerwehr im Abschnitt Kirchberg am Wagram ihre Mitgliederversammlung hinter sich. Aus Platzgründen wich die Wehr dazu in den Verkostungsraum des Weinguts Schenk aus. Bei der fälligen Wahl kam es zu keinen Änderungen im Kommando der Wehr. Sowohl Kommandant Hans Mantler als auch dessen Stellvertreter Stefan Nimmervoll stellten sich erneut zur Verfügung und wurden einstimmig wiedergewählt. „Wir sind schon 18 beziehungsweise 12 Jahre im Amt und ergänzen uns gut“, kommentierte Mantler die Beständigkeit in der Führungsebene. Auch der Leiter des Verwaltungsdienstes, Christian Mantler, wurde für eine weitere Periode bestellt.

Abschnittskommandant Christian Burkhart betonte ebenfalls die Verlässlichkeit der Feuerwehr Engelmannsbrunn, die mit ihren für die Größe des Dorfes vielen Mitgliedern ein Aktivposten unter den Wehren des Abschnittes sei. Welchen Wert eine schlagkräftige Feuerwehr habe, hob Vizebürgermeister Erwin Mantler hervor. „Engelmannsbrunn wurde von der Hagelkatastrophe am 6. Mai besonders hart getroffen. Dank der Schlagkraft der Feuerwehr konnten die meisten Schäden aber binnen eines Tages behoben werden.“ Bei dem nächtlichen Unwetter waren nicht nur Bäume entwurzelt und Straßen überflutet worden. Auch eine landwirtschaftliche Halle kam durch die Kräfte der Natur zum Einsturz.
Auch abseits des denkwürdigen Sturm- und Hagelereignisses waren die Engelmannsbrunner Kameraden 2015 des Öfteren gefordert. Insgesamt bewältigte die Feuerwehr Engelmannsbrunn 25 Einsätze. Auch das Feuerwehrfest bei Kaiserwetter wurde zu einem großen Erfolg. Hans Mantler: „Alles in allem haben unsere Mitglieder im vergangenen Jahr weit mehr als 3.000 Stunden im Dienste der Allgemeinheit geleistet. Daran kann man ermessen welchen Wert der Feuerwehrwesen für unser Dorf hat.“
Im Bild: Ortsvorsteher Dieter Fritz, Gastgaber Franz Schenk, Vizebürgermeister Erwin Mantler, Kommandant-Stv. Stefan Nimmervoll, Kommandant Hans Mantler, Gehilfe der Verwaltung Martin Unbekannt, Verwalter Christian Mantler und Abschnittskommandant Christian Burkhart.