23.11.2011 - Übung: Das Vorgehen im Innenangriff

Den Minusgraden an einem trüben Novemberabend trotzen 15 Kameraden um das richtige Vorgehen bei einem Zimmerbrand zu üben. Gerade auf diesem Gebiet hat sich in den letzten Jahren vieles in der Ausbildung verändert: Die Feuerwehr versucht beim Vordringen in einen Brandraum das Risiko für die Atemschutzträger so weit als möglich zu minimieren. Dafür werden zunächst die Rauchgase in einem Raum gekühlt um die Gefahr einer Durchzündung zu verringern, bevor der Trupp weiter vordringt. Dieses spezielle „Türprozedere“ führten die Kameraden unter Anleitung von Christian Dreschkai von der Feuerwehr Kirchberg durch. Auch die richtige Löschtechnik, bei der mit möglichst wenig Wasser eine möglichst große Wirkung erzielt wird, trainierten die Kameraden. Außerdem wurde die Suche von Personen in Räumen ohne Sicht ausprobiert. Zum Abschluss wiederholten die Kameraden noch den „Kriechgang“ –  eine besonders effiziente und sichere Methode sich in Brandobjekten fortzubewegen.  

09.09.2011 - Übung: Verkehrsunfall in Unterstockstall

Eine nicht alltägliche und einigermaßen gefinkelte Aufgabe hatten die 6 Feuerwehren des Unterabschnittes Kirchberg am Wagram bei ihrer gemeinsamen Übung zu bewältigen: Sie wurden mit dem Alarmstichwort „Verkehrsunfall“ in den Russengraben nach Unterstockstall beordert. Das dort vorgefundene Szenario hatte alle Eventualitäten zu bieten, die ein Verkehrsunfall mit sich bringen kann: Ein Fahrzeug hatte sich in den Straßengraben überschlagen und lag dort verkeilt am Dach – der „Lenker“ war noch im Fahrzeug eingeklemmt. Ein zweites Fahrzeug war nach dem Zusammenstoß in Flammen aufgegangen. Zu allem Überdruss musste noch ein nachkommender Traktorlenker so heftig bremsen, dass ein mitgeführter Container mit Gefahrstoff leck schlug. Um diese 3 Vorkommnisse zeitgleich abzuarbeiten war die intensive Zusammenarbeit aller 65 Übungsteilnehmer erforderlich. Ein Teil der Einsatzkräfte erkundete die Art des ausfließenden Tankinhalts (ein Spritzmittel) und dichtete den Container unter Atemschutz ab. Ein weiterer Trupp baute beim Einlaufrohr des Entwässerungsgrabens eine Sperre auf, damit die ausgetretene Flüssigkeit nicht in den Gießgraben gelangen kann. Da der Traktor die Zufahrt zu den beiden anderen Fahrzeugen versperrte und man ohne Atemschutz nicht daran vorbeigehen konnte, mussten weitere Trupps über Königsbrunn zufahren um einen Löschangriff auf das brennende Fahrzeug zu starten und den Eingeklemmten zu retten. Nach rund einer Stunde waren alle Aufgaben so weit gelöst, dass das Übungsziel einer intensiven Zusammenarbeit der einzelnen Wehren erfüllt war. Selbstverständlich traten wie immer bei solchen komplexen Übungen vereinzelt Fehlerquellen auf, aus denen für die Zukunft Lehren gezogen werden. Dennoch war die Übung ein weiterer Schritt zur Verstärkung der Kooperation zwischen den Gruppen.

19.08.2011 - TE: Reh verursacht Verkehrsunfall

Einem unvermittelt auftauchenden Rehbock wollte eine Lenkerin auf der Landesstraße zwischen Engelmannsbrunn und Kirchberg am Wagram ausweichen. Das Fahrmanöver misslang: Weil sie ihr Fahrzeug dabei verrissen hatte, geriet sie auf die Böschung, schlitterte dort einige Meter dahin, überschlug sich und kam schließlich entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung auf den Rädern zum Stehen. Die Verunfallte konnte sich selbst aus dem Wrack befreien und einen Notruf absetzen. Um 21:37 wurde zunächst die Feuerwehr Engelmannsbrunn, wenig später dann die Feuerwehr Kirchberg alarmiert. Da sich die Mitglieder des Dorferneuerungsvereins (gleichzeitig auch Feuerwehrkameraden) nach dem Aufbau für das morgige Sommerkino im Engelmannsbrunner Feuerwehrhaus befanden, konnte das KLF Engelmannsbrunn unverzüglich ausrücken. Parallel zu den Absicherungsarbeiten versuchten einige Kameraden beruhigend auf die ebenfalls aus dem Ort stammende Lenkerin einzuwirken. Diese wurde vom Roten Kreuz zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei übernahm die Feuerwehr Kirchberg die Bergung des beschädigten Fahrzeugs und verbrachte dieses zu einem sicheren Abstellplatz im Ort. Den ausgetretenen Betriebsmitteln wurde mit der Straßenwaschanlage des RLFs zu Leibe gerückt. Nachdem sich der Revierjäger noch um das verendete Reh gekümmert hatte, konnte der Einsatz nach rund einer Stunde  beendet werden.

Feuerwehr Engelmannsbrunn                  20 Mann

Feuerwehr Kirchberg/Wagram                12 Mann

Polizei Kirchberg                                    4 Mann

Rotes Kreuz                                           3 Mann

10.08.2011 - Übung: Schaumangriff auf Auto

Übung macht den Meister - unter diesem Motto übten 10 Kameraden der Feuerwehr Engelmannsbrunn am Sportplatz den Aufbau eines Schaumangriffes. Dieser eignet sich besonders bei Bränden von Fahrzeugen oder zum Abdecken brennbaren Flüssigkeiten, da der Brandherd mit sehr wenig Wasser effizient abgedeckt werden kann und ein Wiederaufflammen verhindert wird. Schritt für Schritt gingen die Übungsteilnehmer den richtigen Aufbau eines Angriffs auf ein Fahrzeug durch um im Erntsfall die richtigen Handgriffe parat zu haben. 

01.06.2011 - Tätigkeit: "Hallo Auto" in Kirchberg

Mit einer der ureigensten Aufgaben der Feuerwehr – der Förderung von Wasser – unterstützte die Feuerwehr die Volksschule Kirchberg bei der Aktion „Hallo Auto“. Dabei wird Schülern der Anhalteweg von Autos praktisch vorgeführt und auf Gefahren im Straßenverkehr hingewiesen. Ein Teil der Ausbildung ist es, den Unterschied zwischen trockener und nasser Fahrbahn darzustellen. Dazu „überfluteten“ 3 Kameraden die Feldgasse und sorgten so für kritische Fahrbedingungen.

30.05.2011 - TE: Schwerer Verkehrsunfall bei der Eisernen Brücke

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit Menschenrettung wurden die Feuerwehren aus Fels am Wagram, Grafenwörth und Kirchberg am Wagram am 30. Mai gegen 13.15 Uhr zur sogenannten „Eisernen Brücke“ – der Kreuzung der Straße von Engelmannsbrunn nach Gösing und jener zwischen Großriedenthal und Fels – gerufen. Noch bevor in den 3 Orten die Sirene heulte, hatte eine Privatperson den Unfall auch persönlich in Engelmannsbrunn – allerdings nur als Fahrzeugbergung – gemeldet, weshalb sich auch dort Kameraden in Bewegung setzten. Für die ersteintreffende Feuerwehr Fels zeichnete sich folgendes Bild ab: Zwei PKW waren augenscheinlich am Kreuzungsplateau im rechten Winkel zusammengestoßen. Ein Fahrzeug kam auf der Fahrbahn zum Stehen, während der andere Wagen in den Straßengraben geschleudert wurde und dort gegen einen Baum prallte. Die Lenker waren nicht in ihren Fahrzeugen eingeklemmt, weshalb die technischen Rettungssätze nicht zur Anwendung kommen mussten. Parallel zu den Standardmaßnahmen der Feuerwehr (Absichern, Brandsicherheit,...), begannen  die Mannschaften des Christophorus 2 aus Krems, eines Notarztwagens und des Roten Kreuzes mit der Erstversorgung der beiden unbestimmten Grades verletzten Lenker.  Dafür wurde das Fahrzeug im Graben mit einer Seilwinde gegen weiteres Abrutschen gesichert, um einen sicheren Zugang zu dem noch im Fahrzeug befindlichen Lenker zu gewährleisten. Nachdem die Verunfallten stabilisiert und in den Hubschrauber bzw. Notarztwagen verbracht worden waren, konnten die Feuerwehren mit der Bergung der Fahrzeuge und mit dem Binden ausgetretener Betriebsmittel beginnen. Die beiden Wracks wurden auf den Kran und den Abschleppwagen der Feuerwehr Grafenwörth verfrachtet und anschließend gesichert abgestellt. Gegen 15 Uhr konnten die meisten Wehren wieder einrücken. Einzig die örtlich zuständige Feuerwehr Fels verblieb noch zu weiteren Aufräumarbeiten am Unfallort.

25.05.2011 - Übung: Menschenrettung mit Schere und Spreitzer

Ein besonderes Ziel verfolgen die Feuerwehren des gesamten Unterabschnittes Kirchberg am Wagram für die Zukunft: Weil untertags immer weniger Personal zur Verfügung steht, sollen Einsätze künftig vermehrt gemeinsam erledigt werden. Zu diesem Zweck werden die Alarmpläne zu geändert, dass immer zwei Feuerwehren miteinander ausrücken. Zusätzlich zum Rüstlöschfahrzeug Kirchberg fährt somit stets auch ein Kleinlöschfahrzeug zum Einsatz. Für Menschenrettungen sind somit mehr Kameraden als bisher zuständig, da zahlreiche Vorarbeiten können auch aus den Kleinlöschfahrzeugen heraus erledigt werden können. Dieses Vorgehen setzt die Kenntnis von Schere und Spreitzer auch für die Feuerwehr Engelmannsbrunn voraus. Daher lernten 16 Kameraden aus dem Dorf und von der Nachbarfeuerwehr Mallon unter der Anleitung von Christian Dreschkai das RLF und seine Möglichkeiten bei Verkehrsunfällen besser kennen.Neben dem technischen Fachwissen soll durch Übungen wie diese auch die Zusammenarbeit auf menschlicher Ebene vertieft werden.

12.05.2011 - TE: Maibaum abgebrochen

Quasi in eigener Sache mussten 7 Kameraden der Feuerwehr Engelmannsbrunn am Abend des 12. Mai aktiv werden: Die Sturmböen eines wegen der Trockenheit lang erwarteten Gewitterregens hatten das Wipfel des örtlichen Maibaums abgeknickt. Dieses pendelte Folge nur mehr von den Drähten der Girlande gehalten gefährlich über dem Feuerwehrhaus und der Dorfstraße. Ein Kamerad, der direkt nebenan wohnt, war durch das Krachen des Holzes auf die Situation aufmerksam geworden und trommelte telefonisch einige Helfer zusammen. Diese sicherten zunächst den Gefahrenbereich ab und machten sich schließlich schweren Herzens daran den Maibaum lange vor dem traditionellen Termin zu fällen. Nach einigen Minuten Holzarbeit im strömenden Regen war die Lage entschärft; das abgebrochene Wipfel wird für den restlichen Mai neben dem verbleibenden Baumstumpf aufgestellt.

12.04.2011 - BE: PKW-Brand am Bahnhof Kirchberg

Flammen aus dem Armaturenbrett schlugen einem Reisenden entgegen, als er sein 21 Jahre altes VW Golf Cabrio am Bahnhof Kirchberg starten wollte. Ihm gelang es gerade noch seine persönlichen Habseligkeiten aus dem Fahrzeug zu retten, bevor der Brand auf den Fahrgastraum übergriff. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung um 22:25 Uhr trafen die Feuerwehren aus Kirchberg am Wagram, Oberstockstall und Engelmannsbrunn am Einsatzort direkt vor dem Gasthaus Bernhard ein; zu diesem Zeitpunkt stand der PKW jedoch bereits in Vollbrand und die Flammen hatten auch die Reifen erfasst. Zwei Atemschutzträger der Feuerwehr Kirchberg nahmen umgehend einen Löschangriff vom Rüstlöschfahrzeug auf das Brandobjekt vor. Der hartnäckig brennende Gummi der Reifen erwies sich dabei wie gewohnt als Quelle massiver Rauchentwicklung. Zur Unterstützung der Löschmaßnahmen und zum Binden der ausgetretenen Flüssigkeiten wurden zusätzlich Bioversallöscher zum Einsatz gebracht. Um ein Wiederaufflammen des Brandes zu verhindern, kühlten die Feuerwehren das heiße Metall des völlig ausgebrannten Autowracks. Nach rund einer Stunde kehrte schließlich die nächtliche Ruhe am Bahnhof Kirchberg wieder ein.

07.04.2011 - Übung: Brand in der Straßenmeisterei

„Brand einer Gerätehalle – Straßenmeisterei Kirchberg am Wagram“ – mit dieser Durchsage startete eine gemeinsame Übung der Feuerwehren aus Kirchberg und Engelmannsbrunn. Am Betriebsgelände in der Bahnstraße war eine Holzhalle, in der zahlreiche benzinbetriebene Arbeitsmaschinen gelagert werden, in Brand geraten. Auch die Gasflasche eines Flämmgeräts ist der Brandlast ausgesetzt. Die Aufgabe der ersteintreffenden Feuerwehr Kirchberg bestand darin einen Löschangriff in das Objekt vorzutragen und das „Feuer“ zu bekämpfen. Von der Feuerwehr Engelmannsbrunn wurde die Wasserversorgung für das Rüstlöschfahrzeug hergestellt und eine Reserve-Atemschutztrupp gestellte. Dieser übernahm folglich als Ablöse die Kühlung der Gasflasche, womit das Übungsziel erreicht war. Im Anschluss folgte noch eine Begehung des Betriebsgeländes und eine gemütliche Übungsnachbesprechung, bei der sich die beiden Übungsbeobachter Andreas Geigenberger von der FF Kirchberg und Martin Zehethuber von der FF Frauendorf/Au mit dem Vorgehen und der Zusammenarbeit zufrieden zeigten.

27.01.2011 - Schulung: Feuerwehrfunk im Einsatz

"Funkdisziplin einhalten" hieß es für 15 Kameraden der Feuerwehren Engelmannsbrunn und Mallon bei der Winterschulung im Feuerwehrhaus Engelmannsbrunn. Zum einen wurde dabei der richtige Umgang mit dem neuen Digitalfunk erläutert und ausprobiert, zum anderen ging es um die Aufgaben einer Einsatzleitung.

07.01.11 - Wahl: Alles beim Alten in Engelmannsbrunn

Keine Überraschungen brachte die Neuwahl des Kommandos der Freiwilligen Feuerwehr Engelmannsbrunn: Hans Mantler – seit 1998 als Kommandant im Amt – und Stefan Nimmervoll – seit 2004 Stellvertreter – wurden von der Mitgliederversammlung für die nächsten fünf Jahre bestätigt. Als Leiter des Verwaltungsdienstes wird weiterhin Christian Mantler fungieren. „Die Mischung aus Jung und Alt hat sich bewährt und ist der Garant für eine nachhaltige Entwicklung der Feuerwehr“, freut sich Bürgermeister Johann Benedikt über die Kontinuität im Kommando. Im Jahr 2010 hatten die Florianis aus Engelmannsbrunn mit 28 Ausrückungen erneut eine Rekordanzahl an Einsätzen zu bewältigen. Vor allem beim Unwetterchaos rund um den 15. Juli war die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr gefordert. „Unsere 41 Kameraden haben im abgelaufenen Jahr 2118 Stunden für die Allgemeinheit gearbeitet“, so Hans Mantler stolz. Das neue Jahr steht für die Feuerwehr Engelmannsbrunn bereits voll im Zeichen der Vorbereitung für 2012: Dann feiern die Florianijünger das100-jähriges Bestehen ihrer Wehr mit einem großen Fest und den Abschnittswettkämpfen; zugleich wird die Truppe beim 900-Jahr-Jubiläum des Dorfes eingespannt sein.