13.11.2010 - Übung: Abschnitt schult Entrauchung in Grafenwörth

Ein besonderes Spezialgebiet des Branddienstes nahmen sich die Feuerwehren des Abschnittes Kirchberg am Wagram bei der jährlichen Abschnittsatemschutzübung am 13.11. vor: Die Belüftung und Entrauchung von Brandobjekten wurde von den Kameraden des Vereins ready4fire in Theorie und Praxis vorgeführt. Durch eine rasche Beseitigung des Rauches können Fluchtwege für Eingeschlossene geschaffen und die Löscharbeiten vereinfacht werden. Dazu muss allerdings die komplexe Steuerung von Luftzügen beherrscht werden.  Zunächst wurden den Teilnehmern im Lehrsaal daher die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Beseitigung von Brandrauch durch Druckbelüftung näher gebracht. Unmittelbar darauf konnte die graue Theorie in zwei Häusern in Grafenwörth und St.Johann realitätsnah umgesetzt werden. Zwar füllte statt Rauch nur Übungsnebel die Räume, dieser zeigte den Atemschutzträgern aber ebenso die Schwierigkeiten beim Auffinden von Stiegenhäusern und Fenstern. Die Erfahrung, dass mit einigen wenigen Maßnahmen die Einsatzsituation in geschlossenen Räumen verändert werden kann, nehmen 105 Kameraden von 21 Feuerwehren mit nach Hause – darunter 4 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Engelmannsbrunn.

19.08.2010 - Tätigkeit: Kindersommer in Engelmannsbrunn

Wie schon im Vorjahr veranstalteten die Freiwilligen Feuerwehren aus Engelmannsbrunn und Kirchberg am Wagram im Rahmen des Kindersommers des Wagramer Hilfswerkes einen FF-Actionnachmittag. Rund 20 Kinder fanden sich – zum Teil gemeinsam mit ihren Eltern – beim Feuerwehrhaus Engelmannsbrunn ein um für zwei Stunden in die Welt der Florianis einzutauchen. Zunächst wurden den „Nachwuchs-Feuerwerkern“ stilgerecht die Uniformen der Kameraden aus Engelmannsbrunn angelegt, um sie auch optisch auf den Nachmittag vorzubereiten. Wie zu erwarten übten Blaulicht und Martinshorn der Einsatzfahrzeuge eine Faszination auf die Kinder aus, die nur noch von den „Wasserspielen“ übertroffen werden konnte. Zur Einstimmung durften sich die jungen Teilnehmer an Kübelspritze und Spritzwand versuchen ehe es zum Hochdruckrohr des Rüstlöschfahrzeuges ging. Da der Wettergott einen warmen und sonnigen Tag gesendet hatte, konnte der Nachmittag schließlich noch mit dem obligatorischen „Schaumbad“ abgeschlossen werden. 

18.07.2010 - TE: Einsatzstress für die Feuerwehr Engelmannsbrunn

Ein neues Rekordaufkommen an Einsätzen mussten die Kameraden der  Feuerwehr Engelmannsbrunn am Unwetterwochenende vom 15. bis zum 18.Juli bewältigen: Mit der Sirenenalarmierung zur Hilfeleistung nach dem Starkregen in Kirchberg um 21.45 Uhr am Donnerstag setzte ein Marathon von 12 Einsätzen ein, wie sie die Wehr des kleinen Ortes in ihrer 100-jährigen Geschichte noch nie erlebt hat. Zunächst galt es die Feuerwehr Kirchberg bei Auspump- und Aufräumarbeiten im Hauptort der Gemeinde zu unterstützen. Als nach 2 Uhr in die eigene Ortschaft heimgefahren werden konnte, entdeckten die Kameraden bei einer Kontrollfahrt noch Bäume, die Wege im Ortsgebiet blockierten. Viele Schäden des Vortages wurden erst mit Anbruch des Tageslichts sichtbar: Besonders gefährliche Szenen hatten sich im sogenannten „Haltergraben“ abgespielt. Aus einer Lösswand hatte sich während des Regengusses ein tonnenschwerer Erdbrocken gelöst und war in den Vorgarten eines darunterliegenden Wohnhauses gestürzt. Einzig die Bremswirkung des Gartenzauns verhinderte, dass das Gebäude gröber in Mitleidenschaft gezogen wurde. Da die Erdmassen genau auf dem Einlauf des Entwässerungskanals zu liegen kamen, bestand die Gefahr, dass sich Wassermassen bei weiteren Starkregen ins Haus zurückstauen. Um mit dem Gewicht des massiven Klumpens fertig zu werden, wurde ein Minibagger beigezogen, mit dem es gelang den Brocken nach und nach zu zerschlagen und aus dem Vorgarten zu entfernen. Weiters waren sowohl am Freitag als auch am Samstag noch Keller auszupumpen. Nachdem die Kameraden nach dem neuerlichen 35-Millimeter-Guss in der Nacht auf Sonntag bereits geglaubt hatten, diesmal davongekommen zu sein, wurden die Bewohner des Dorfes gegen 4 Uhr früh erneut von der Sirene geweckt: In einem renovierten ehemaligen Bauernhaus war ein alter Brunnen mit lautem Getöse eingestürzt und hatte im Innenhof und der Einfahrt einen gewaltigen Trichter hinterlassen. Dabei gerieten solche Erdmassen in Bewegung, dass das Fundament des Nachbarhauses meterhoch in der Luft hing. Zugleich trat Wasser in der Höhe von rund einem Meter in die Kellerräume des Hauses ein. Parallel wurden bis halbsieben Uhr sowohl der Krater als auch der Keller ausgepumpt. Über das weitere Vorgehen müssen Statiker entscheiden.   

15.07.2010 - TE: Unwetter verwüstet Kirchberg am Wagram

Ein heftiges Unwetter mit Hagel, Sturm und Starkregen hat in den späten Abendstunden des 15. Juli für Verwüstungen in Kirchberg am Wagram gesorgt. Binnen einer Stunde gingen 60 Millimeter Regen nieder. Innerhalb weniger Minuten standen zahlreiche Keller zentimeterhoch unter Wasser. Bäume wurden entwurzelt und Dachziegel heruntergerissen. Ab 21.45 Uhr wurde die Feuerwehr im Minutentakt zu unterschiedlichen Einsatzadressen alarmiert. Um die über 30 nahezu gleichzeitig einlaufenden Notrufe abarbeiten zu können standen 8 Feuerwehren aus der Gegend mit rund 120 Mann im Einsatz. Für Dramatik sorgte die Überflutung einer Eisenbahnunterführung: Ein Fahrzeuglenker hatte die Fluten nicht bemerkt und konnte sich in letzter Minute selbst aus seinem Fahrzeug befreien. Die Franz-Josefs-Bahn musste vorübergehend gesperrt werden, nachdem eine Garnitur einen am Gleiskörper liegenden Baum gerammt hatte. Am Gelände eines ehemaligen Sägewerks hielt eine Lagerhalle dem Sturm nicht stand und stürzte in sich zusammen. Neben zahlreichen Privathäusern standen auch die Betriebsgelände eines Supermarktes und eines Autohauses unter Wasser. Trotz der Vielzahl der Einsatzadressen und obwohl auch in anderen Orten der Region Wagram einige Schäden behoben werden mussten, gelang es bis ca. 2 Uhr alle gemeldeten Einsätze abzuarbeiten. Neben den Verwüstungen im Ortsgebiet selbst wurden auch die Weingärten und Felder der Gemeinde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Für die Vormittagsstunden des Freitags stehen weitere Aufräumarbeiten an.

17.06.2010 - Übung: Brand in der ehemaligen Amashaufer-Mühle

Ein einstmals für das Dorf sehr wichtiges Gebäude diente den Feuerwehren Engelmannsbrunn und Mallon als besonderes Übungsobjekt: Die Amashaufer-Mühle - heute im Besitz unseres Kameraden Dieter Mayer - stellt mit ihren alten Mauern, Holzzwischenböden und Müllereimaschinen ein faszinierendes Zeitdokument dar. Genau diese verwinkelten Stockwerke nutzten die Wehren um das Suchen von vermissten Personen in verrauchten Räumlichkeiten zu üben. Zugleich wurde ein Angriff auf den brennenden Dachstuhl vorgetragen. Dabei mussten die beiden beteiligten Feuerwehren beim Vordringen das teilweise abgebrochene Treppenhaus überwinden und besonders auf die Gefahr des Absturzes und die Sicherung des Rückweges achten. Unter den wachsamen Augen von Abschnittskommandantstellvertreter Christian Burkhart konnten die gestellten Aufgaben gemeistert werden.

25.05.2010 - BE: Sägespäne glosen in Kellergewölbe

Starke Rauchentwicklung aus einem alten Erdkeller auf seinem Anwesen veranlasste einen Engelmannsbrunner am 25. Mai Kontakt mit der örtlichen Feuerwehr aufzunehmen. Nachdem das Kommando die Gegebenheiten vor Ort in Augenschein genommen hatte, lies dieses um 20 Uhr seine Kameraden mit dem Meldebild „Brandverdacht“ zum Einsatz alarmieren. Binnen kurzer Zeit fanden sich 14 Kameraden am Einsatzort ein. Um die Ursache der Rauchentwicklung feststellen zu können drang ein Atemschutztrupp in den Erdapfelkeller vor und stieß dort auf einen glosenden Haufen Sägespäne, der für die Verqualmung sorgte. Mit einem Handfeuerlöscher konnte dem Spuk recht rasch ein Ende bereitet werden. Zur Sicherheit wurden die Späne noch mit einem durch das Dunstloch abgeseilten Gartenschlauch durchnässt um weitere Glutnester ausschließen zu können.